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Fassungslosigkeit


 

Was ist los in unserem Rechtsstaat?

Ein fünf Wochen altes Neugeborenes, was aus den Armen seiner nachweislich gesunden und stillenden Mama gerissen wird um dann zuerst völlig fremden Pflegepersonen, dann dem unter Pädophilieverdacht stehenden Vater zugeführt zu werden. Das ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag hier mitten in Deutschland mithilfe von einem ganzen Aufgebot an Polizisten geschehen. Ich habe Mutter und Kind persönlich kennen lernen dürfen und ein vollgestilltes Neugeborenes erlebt, was stets liebevoll von seiner Mama umsorgt wurde.

Was ist los in unserem Rechtsstaat? Was ist eine Mutter heute noch wert? Wie wird die Bindung zwischen Mutter und Kind hier mit Füßen getreten? Ist es das, was wir für unsere Kinder wollen? Warum fügt man einem Neugeborenen, was bisher beinah ununterbrochen an der Brust seiner Mutter war, hier alle Geborgenheit und Fürsorge bekommen hat, die es brauchte, solch ein Trauma wissentlich zu? Warum fügt man Mutter und Kind solch ein Trauma zu? Was ist das Ziel des Ganzen?

Die Mutter hatte dem Vater, welcher seit Monaten ihr Expartner ist, die Entbindungsklinik für das erwartete Kind nicht mitteilen wollen. Dies solle eine Gefährdung des Kindeswohls darstellen. Kann man ihr dies wirklich vorwerfen? Kann man es ihr wirklich verübeln, dass sie bei diesem äußerst intimen, eine werdende Mutter hoch vereinnahmenden und an ihre Grenzen bringenden Moment, bei dem sie all ihre Kraft und Stärke für sich und ihr Baby bündeln muss, nicht gerade den Mann bei sich haben möchte, von dem es zuvor eine Trennung gegeben hatte, es also gerade die Entscheidung gegeben hatte, intime Moment nicht mehr miteinander zu teilen? Wieso kann man ihr aus diesem Grunde wenige Tage nach der Geburt des Kindes das Sorgerecht entziehen und anordnen, dass es an den für das Kind völlig unbekannten Vater herauszugeben ist, wegen welchem die große Schwester aufgrund eines Missbrauchsverdachts bereits in einer Pflegefamilie lebte?

Was ist mit dem Recht auf Schutz durch die Gemeinschaft aus Artikel 6 Absatz 4 unseres Grundgesetzes, welches jeder Mutter in Deutschland zusteht? Was ist mit der schützenswerten Bindung zwischen Mutter und Kind? Mit dem nachweislich hoch schützenden und ein Kind nachhaltig stärkenden Effekt des Stillens? Einem Trauma aus frühesten Kindertagen, was kaum jemals aufgearbeitet werden kann, da es den Kindern an jeglicher bewusster Erinnerung fehlt?

Liebe PolitikerInnen, liebe RichterInnen, liebe JugendamtsmitarbeiterInnen, liebe PolizistInnen, ist es das, was wir für unsere Kinder wollen? Wollen wir bindungsgestörte Kinder ohne Selbstwirksamkeitsempfinden gefangen in Gefühlen von Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit? Ich bitte Sie von Herzen, besinnen Sie sich zurück, erinnern Sie sich an Ihre Kindheit, an Ihren Wunsch nach Geborgenheit und Liebe und verlässlicher Versorgung - unabhängig davon, ob Sie tatsächlich das Glück hatten, diese zu erhalten oder es für immer ein Wunsch blieb. Aber haben es unsere Kinder nicht TROTZDEM verdient?

Ich kann nur immer wieder auf die Seite über die Studie von Dr. Hammer verweisen. Auch wenn es mir kaum vorstellbar erscheint, dass es irgendjemandem nicht einleuchten könnte, dass ein Baby unter solchen Umständen wissentlich traumatisiert wird, so kann ich es nur jedem empfehlen, hier in den etlichen Artikeln zum Thema Bindung nachzulesen:

https://www.familienrecht-in-deutschland.de/

Weitere Details des furchtbaren Polizeieinsatzes werden von Carola Wilcke bei facebook beschrieben:

https://www.facebook.com/photo?fbid=5497238380383303&set=a.129565800483948



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